Die Finnin Susanna Mälkki gilt als eine der besten Dirigentinnen der Welt. Ein Gespräch über ihren Weg vom Cello zum „Superinstrument“ Orchester.

Die Presse

Teresa Schaur-Wünsch

Als Susanna Mälkki als ausgebildete, erfolgreiche Cellistin mit Mitte 20 zur Aufnahmeprüfung der Dirigentenausbildung antrat, tat sie es heimlich. „Ich habe kaum jemandem davon erzählt“, sagt sie. „Es hat Spaß gemacht, erst im Nachhinein zu sagen: Übrigens, ich bin drin.“

Ein paar Jahre zuvor hatte die Finnin zum ersten Mal im kleinen Rahmen beim Spielen mit befreundeten Musikern einen Taktstock in der Hand gehabt und festgestellt: „Es fühlt sich richtig an.“ Ansonsten konnte sie damals nur ihre Erfahrung als Dirigierte in die Waagschale werfen. Sie hatte damals schon immer in Orchestern gespielt, erzählt Mälkki, und dabei das Tun der Dirigenten genau beobachtet. „Warum“, fragte sie sich, „ist es mit manchen Dirigenten so leicht, zu spielen, und mit anderen so schwierig?“

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